Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Eine Führung in der Stadtkirche mit Kindern

Impressionen

«Sie – was ist ein Mönch?» – Eine Führung mit Kindern in der Stadtkirche

Etliche Führungen zu Felix Hoffmanns Fenstern im Chor der Stadtkirche Aarau habe ich schon gemacht – aber bisher noch keine mit Kindern. So war die Anfrage eines Kollegen vom Theologiekurs der Reformierten Landeskirche höchst willkommen, der 4.-6.-Klässlern am 17. März anlässlich einer Exkursion nach Aarau auch die Stadtkirche zeigen wollte. Ich freute mich und war sehr gespannt auf eine vermutlich etwas andere Führung als gewohnt – und genau so war's denn auch! Lebendiger, lauter, unvorhersehbarer – und auf wunderbare Weise anstrengender als mit Erwachsenen! Zumal plötzlich noch eine Konfirmandengruppe im Schiff erschien, bei der auch eine Line Dance-Einlage auf dem Programm stand, und gleichzeitig waren auf der Empore die Arbeiten für die Gesamtrenovation der Orgel im Gange. Akustisch nicht ganz einfach.

Führungen vor unterschiedlichem Publikum: Besonders spannend – wie jedes Mal – sind die Meinungen und Fragen, die während der Präsentation oder anschliessend geäussert werden. Hier allerdings geht es schon vorher los, beim kurzen Halt auf dem Vorplatz der Stadtkirche. Nachdem die Brunnenfigur der Justitia auf den Gerechtigkeitsbrunnen von 1637 von einer Gruppe Buben kurzerhand als Mann identifiziert worden ist – ob's am Schwert in ihrer Rechten liegt? – mein Hinweis auf den viel später (1663) als die Stadtkirche entstandenen barocken Ziergiebel des Kirchturms; einer fasst ihn scharf ins Auge und kommentiert fachmännisch: «Man sieht's!»

Noch bevor alle Kinder in der Kirche versammelt sind, wird gefragt: «Sie – ist das eine katholische oder eine reformierte Kirche?» und auch gleich entschieden: «Die ist katholisch!» Nicht ganz falsch, denn die Stadtkirche entstand zwischen 1472–1476 und war ursprünglich eine Marienkirche, bevor sich die Stadt der Reformation anschloss und ihre Kirche zu einer reformierten umwandelte.

Dann, im Schiff, beim Zeigen des Lettners und dem Erklären seiner Funktion: «Sie – was ist ein Mönch?» Das Lachen in den Augen der Fragerin ist verschmitzt. Später nochmals ein Versuch. «Scherzfragen sind erlaubt, aber nur eine – und du hast deine schon gestellt!» Augenzwinkern und weitermachen. Sie testen einen immer wieder, ganz besonders gerne, wenn sie einen zum ersten Mal sehen. It's part of the game.

Schliesslich sind alle 19 Kinder inklusiv Rucksäcke auf den Stühlen im Chor plaziert.

Eine erste Irritation: Bei der Frage nach dem Gesamteindruck der Fenster sprechen erstaunlicherweise gleich zwei Kinder von «alter Schrift», und ich fange mich an zu wundern, wieso sie die Namenszüge im Prophetenfenster nicht lesen können, die beileibe nicht in Frakturschrift geschrieben sind, bis ich merke, dass sie meine Aufforderung, mal hochzusehen, zu wörtlich genommen haben – und angestrengt die flache Holzdecke mit den Deckenbalken studieren. Dort hat's Bibelverse, in Frakturschrift.

Bei der Frage nach der Höhe der schmalen gotischen Fenster (9 Meter) und der Anzahl der Glasteile in den sechs Fenstern (ca. 10'000) verschätzen sie sich genauso wie die Erwachsenen, und zwar nach unten; dafür nennen sie ohne Zögern die Unterteilung der Fenster in einzelne Szenen, ein Mädchen weist sofort auf die «drei Bahnen» (Lanzetten) des zentralen Chorfensters hin, und eine simple Skizze zur Veranschaulichung des Zusammenfügens der einzelnen Glasteile mithilfe von H-förmigen Bleiruten löst, mir unerklärlich, beifälliges Raunen aus. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn – im Gleichnisfenster prominent in drei übereinanderliegenden Szenen dargestellt – findet ebenfalls lebhaften Zuspruch: Es wurde kürzlich im Religionsunterricht durchgenommen. Auch der Prophet Jona und sein Wal interessieren ganz offensichtlich.

Fragen von Erwachsenen: Der Klassiker bei diesen Fenstern ist die nach dem Grund für das Verdecken des zehnten Gebotes mit der Rechten Mose' im Königsfenster. Er kommt mit solcher Regelmässigkeit, gerne auch mit scherzhaften Anspielungen, dass ich mittlerweile jeweils selber darauf hinweise, sozusagen prophylaktisch – und auch gleich sage, dass ich den Grund dafür nicht kenne.

Bei grösseren Gruppen liesse sich ohne weiteres eine Wette abschliessen, dass die folgende Frage unweigerlich auftaucht, üblicherweise von weiblicher Seite und mit vorwurfsvollem Unterton: «Wenn Felix Hoffmann dies heute machen würde, würde er da nicht mehr Frauen darstellen?» Die Fraktion der Liebhaberinnen von HirtInnen, JüngerInnen, ApostelInnen und der heiligen Geistin! In der Sache bewegt es sich – je nach Temperament und Nachdruck mit Ausrufe- oder Fragezeichen oder mit beiden gleichzeitig – etwa auf der Ebene von «Wenn Bach/Mozart/Beethoven heute leben würde, dann würde er…» Tun die Herren Bach/Mozart/Beethoven aber nicht. Darauf einzugehen wäre reine Spekulation und ist demzufolge so überflüssig wie unredlich. Statt dessen verweise ich jeweils darauf, dass Felix Hoffmann in seinem Gesamtwerk sehr viele Frauengestalten dargestellt hat, und dies ausgesprochen liebevoll, einfühlsam und zart. Dass das biblische Personal überwiegend männlich ist, kann gerade ihm nicht angelastet werden.

Solche ausgeklügelten Fragen stellen Kinder nicht. Dafür viel Grundsätzliches: «Sie – was ist der Unterschied zwischen reformiert und katholisch?» Wie beantwortet man das in ein paar Sätzen, zudem altersgerecht und unter Zeitdruck? Glücklicherweise springt der Kollege ein und verspricht, im Unterricht darauf zurückzukommen.

Auf meine Frage nach einem ersten Eindruck der Fenster sagt ein Mädchen: «Es sieht aus wie ein Mosaik.» Eine erstaunliche Bemerkung, die bisher noch nie jemand gemacht hat. Sie ist auch historisch richtig, denn eine der kunsthistorischen und kunsthandwerklichen Ursprünge der ersten, noch sehr kleinteiligen Glasmalereien ist – neben der Goldschmiedekunst und der Buchmalerei – tatsächlich die Mosaikkunst. Beide künstlerischen Techniken, Mosaik und Glasmalerei, beziehen sich in ihrem Leuchten auch explizit auf das himmlische Jerusalem und dessen Gold, Kristall und Edelsteine, die in der Johannes-Offenbarung geschildert werden.

Im Zusammenhang mit der Transzendenzfarbe Blau, in der Felix Hoffmann seinen Jesus gestaltet hat, frage ich, wessen Lieblingsfarbe Blau ist – mindestens zwei Drittel aller Hände schnellen auf der Stelle in die Höhe.

Das Angebot, den Feldstecher zu benutzen, wird nach der Führung von einigen Kindern begeistert aufgenommen, so wandert die Kleinste lange mit dem Feldstecher im Chor umher und gibt ihn ungern weiter.

Am meisten überrascht hat mich schliesslich die Frage eines anderen Mädchens: Ihm war tatsächlich aufgefallen, dass Jesus am Kreuz manchmal mit nebeneinander gestellten bzw. übereinandergestellten Füssen gezeigt wird. Darauf hat mich noch nie jemand angesprochen. In der Sakralkunstikonographie wird von «Viernageltypus» bzw. «Dreinageltypus» gesprochen; der erstere war in der Romanik verbreitet, der zweite in der Gotik. Beide Varianten wurden auch später immer wieder dargestellt.

Der Gekreuzigte in der Stadtkirche gehört dem Viernageltypus an. Zusammen haben wir dies angeschaut, und ich sagte: «Grossartig, dass du das gesehen hast! Vielleicht wirst du auch Kunsthistorikerin, da muss man so genau beobachten können wie du!» Dann erzählte mir dieses Mädchen sehr ernst, dass es kürzlich eine Kunstkarte angeschaut habe mit einem Kruzifix darauf, und dass ihm dort die übereinandergestellten Füsse aufgefallen seien. Es ist immer wieder erstaunlich und auch bewegend, was sensible Kinder alles sehen – und es einem auch anvertrauen.

Später schaue ich mir die Fotos von Kreuzigungsdarstellungen von Felix Hoffmann an. Er hat beides gezeigt: den Dreinageltypus in den Kirche Rupperswil, auf dem Kirchberg und in Rheinfelden, den Viernageltypus in Aarau und in Suhr. Mir waren diese beiden Typen durchaus bekannt, aber ich hatte bei diesem Künstler bisher nie darauf geachtet – bis mich die erstaunliche Frage eines Kindes darauf brachte. Er, der so Präzise, hat auch hier nichts dem Zufall überlassen und sich bei seinen Kreuzigungsdarstellungen jeweils für eine bestimmte Traditionslinie entschieden.

Wie schön wäre es, wenn das eine oder andere Kind einen bleibenden Eindruck von diesen grossartigen Chorfenstern in der Stadtkirche Aarau gewonnen hätte! Man kann dies nie wissen, nur hoffen. Und manchmal erfährt man erst viel später, dass man früher im Unterricht oder an einer Führung einmal dies oder jenes gesagt hätte, das sehr beeindruckt/gefallen/begeistert (oder was auch immer) hätte. Selbstverständlich erinnert man sich nicht daran und ist manchmal höchst erstaunt, welche Weisheiten man offenbar irgendwann einmal von sich gegeben hat – und vor allem, welche Wirkung sie hatten. Im allerbesten Fall kann man damit einem Menschen eine Tür öffnen zu etwas, oder gar «eine Flamme in seine Seele setzen» für Dinge, die viel grösser sind als ein einzelner. Das ist das Höchste und Schönstmögliche bei dieser Art von Arbeit für andere Menschen, aber man kann es nicht planen und erst recht nicht machen. Es ist wohl eine Gnade, wenn es geschieht – und zwar eine für beide Seiten.


Für meine Lehrerinnen am Gymnasium, Dr. Irene Mannheimer, Rüschlikon (Latein) und Dr. Emilia Bätschmann, Hinwil (Deutsch), die beide sehr viel Geduld mit mir hatten.

© Barbara Tobler, Aarau
18. März 2015

 

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«Was isch das für e Nacht!» – Ein Besuch in der Stadtkirche am 20. Dezember 2014


Eigentlich komme ich vor dem unumgänglichen Samstagseinkauf nur rasch in die Stadtkirche, um die beiden Ovalfenster in der Westwand zu fotografieren. Im Chor treffe ich überraschend auf viele Kinder: drei kleine Könige, ein Hirt mit überlangem Stab, Engel laufen umher, es wird Geige gespielt und gesungen – die Probe fürs das Weihnachtsspiel, wohl für den Familiengottesdienst am Heiligabend. Ich schaue zu und freue mich. Die Sonne scheint durch die Chorfenster und zaubert für Momente leuchtend bunte Lichtreflexe an die linke Chorwand. «Der Heilige Geist ist farbig.»

Der Christbaum ist mit den traditionellen roten Kerzen, gleichzeitig aber mit feinen elektrischen Lichterketten geschmückt – diese sind bereits eingeschaltet. Darüber staune ich ein wenig. War es nicht früher so, dass wenigstens in der Kirche die Weihnachtslichter am Christbaum erst am Heiligabend angezündet wurden? Vor dem Christbaum steht ein grosser Sessel: Er ist mit einem Stoff belegt, dessen Muster Stroh abbildet – auch darüber staune ich. Was es nicht alles gibt!

Ein Blick in die aufgeschlagene Bibel auf dem Abendmahlstisch hinter dem Christbaum: Es ist Markus 11. Schon zwei Tage zuvor war ich für eine Viertelstunde in der Stadtkirche gewesen und fand die beiden Sigristen am Aufbauen und Einrichten für eine grosse Weihnachtsfeier, die am folgenden Tag stattfinden würde. Auch dann ein Blick in die aufgeschlagene Bibel: Lukas 1. Freudige Überraschung – wie passend zu diesen letzten Tagen vor Weihnachten! Diese Bibelstelle ist für mich seit einiger Zeit untrennbar verbunden mit der Verkündigungsdarstellung von Felix Hoffmann im Chor, die ich besonders liebe. Meine Frage an den Stühle schiebenden Herbert Baumberger, ob etwa er heute diese Stelle aufgeschlagen habe, verneinte er lachend und meinte: «Nein, dafür haben wir keine Zeit!», sinnierte dann aber laut darüber, ob das eventuell institutionalisiert werden sollte und könnte. Ich hingegen finde es immer wieder schön und überraschend, zu sehen, welche Bibelstelle aufgeschlagen ist in einer Kirche: Wer wohl in einem bestimmten Moment in einer bestimmten Kirche eine ganz bestimmte Stelle sucht und dann gleich aufgeschlagen lässt. Vieles habe ich schon angetroffen, in ganz unterschiedlichen, in reformierten und in katholischen Kirchen. Psalm 23 steht auf jeden Fall ganz weit oben, Johannes 1 ebenfalls. Und immer wieder Lukas 1, einmal sogar mitten im Sommer. Vielleicht könnte ich irgendwann etwas darüber schreiben? Samuel Negasi schüttelte mir zum Abschied die Hand, lachte mich aus strahlenden dunklen Augen an und wünschte fröhliche Weihnachten. Lukas 1 jedenfalls blieb an diesem Spätnachmittag aufgeschlagen, als ich ging.

Heute ist eine andere Bibelstelle aufgeschlagen als vorgestern. Wer das wohl diesmal gemacht haben könnte? Was bewog ihn oder sie, von Lukas 1 zu Markus 11 zu wechseln? Was könnte dieses Kapitel mit dem heutigen Tag zu tun haben? Worüber wird geschrieben, was ist wichtig darin? Vielleicht Vers 24: «Darum sage ich euch: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, daß ihr's empfahen werdet, so wird's euch werden.» Die Kinder in der Stadtkirche spielen die Heilsgeschichte von Christi Geburt, den Hirten, den Engeln und den drei Königen aus dem Morgenland. Sie tönen froh und erwartungsvoll. Mögen viele Menschen hören, erleben und erfahren, wofür diese Kinder heute so konzentriert proben. Mögen sie selber die Kraft des Glaubens erfahren – und ihn in ihrem Herzen bewahren, ihr Leben lang.

Die beiden Ovalfenster, über die ich im «Farbraum Stadtkirche» geschrieben habe: «In der Westwand schliesslich sind auf Augenhöhe zwei kleinere Ovalfenster eingelassen. Sie sind mit vertikalen, alternierend zartblauen und zartgrünen Gläsern gestaltet und werden von einem schmalen Band aus leuchtend blauen, gelben, braunen und farblosen Glasstückchen eingefasst. Vor dem linken Fenster präsentiert sich fliegend ein schwebender Gipsengel, der wohl vor allem Kinder zu entzücken vermag.» Ich fotografiere sie schliesslich doch noch. Aus dem Dunkeln leuchten, auch hier.

Kinder vorne im Chor beim Proben des Krippenspiels – und ein schwebender Engel in der gegenüberliegenden Westwand. Intensive Erinnerungen an die eigene Kindheit, an Krippenspiele und Weihnachtsfeiern, Blockflötenspiel, grüne Tannenzweige und tropfende rote Kerzen auf dem Notenständer, in einer grossen reformierten Kirchgemeinde in der damals noch sehr katholischen Innerschweiz.

«Was isch das für e Nacht!», höre ich eines der Kinder im Chor feierlich sprechen. Lange habe ich als Kind geglaubt, dass Menschen in der Nacht von Heiligabend die Sprache der Tiere verstehen könnten. Und jedes Jahr habe ich nachts im Bett meinen so sanften wie mächtigen getigerten Kater in den Armen gehalten, mit dem festen Entschluss, diesmal ganz bestimmt kein Auge zu schliessen, um keinesfalls zu verpassen, was er mir in dieser geheimnisvollen Nacht zu sagen hätte – es ist leider nie gelungen…

Die Christnacht hier in der Stadtkirche, die ich so gut kenne und liebe, auch wenn ich sie nicht mehr so oft besuche: Ich war viele Male dabei, zum Zuhören, Mitfeiern, Mitsingen, Mitfreuen. Meistens habe ich den Christbaum in der Kirche dann zum ersten Mal gesehen, nun sehe ich ihn schon vorher. Werden die roten Kerzen am 24. Dezember wirklich brennen, nicht nur die elektrischen Lämpchen? Die Menschen werden singen, feiern, sich freuen. Ich werde nicht da sein, auch den Weihnachtsgottesdienst am 25. Dezember werde ich in einer anderen Kirche erleben.

«Jauchzet, frohlocket!» Es gibt viele Orte, um Weihnachten erleben und erfahren zu dürfen. Es muss nicht einmal in einer Kirche sein. Aber ein Ort, wo Engel sind, ein Engelplatz – das unbedingt. Mit schwebendem Engel oder auch ohne. Und manchmal sogar mitten im Jahr. Dafür muss man im genau richtigen Moment am genau richtigen Ort sein: der kairos einer Fügung. Man kann es nicht machen – es wird einem geschenkt. Dann sollte man es nicht nur erkennen, sondern auch annehmen können. Das ist nicht immer einfach und manchmal unmöglich, wenn man zu sehr überrascht wird davon und sich nur noch fürchtet. Es bleibt aber die Zuversicht, dass solche geheimnisvollen Fügungen sich wiederholen, wieder geschehen werden. Wie Weihnachten, nach einem langen Advent.

© Barbara Tobler, Aarau
20. Dezember 2014

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Ausschnitt aus dem Schöpfungsfenster von Felix Hoffmann

Testimonial für das Schöpfungsfenster im Chor der Stadtkirche Aarau

Die Verwandtschaft alles Lebendigen, von der Erde zum Wasser über die Pflanzen- und Tierwelt bis zum Menschenpaar in den obersten beiden Abschnitten, ist für mich das, was mir im Schöpfungsfenster ins Auge – ja ins Herz – springt und mich tief berührt. Indem ich dem Bildverlauf achtsam von unten nach oben und von oben nach unten mitsamt den fliessenden Übergängen folge, kann ich mich in den Rhythmus der Formen und Farben einschwingen. Schöpfung ist nicht Aneinanderreihen von Gegenständen und Kreaturen, sondern ewiges Pulsieren der unerschöpflichen Lebensenergie, deren Ursprung Geheimnis bleibt oder Gott genannt wird.


© Monika Ohagen, Thalwil
9. Januar 2013





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