Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Auenstein
Blick in den Glockenstuhl

Glocken

Seit wann im Turm der Kirche Auenstein Glocken läuten und wie viele es ursprünglich waren, ist nicht bekannt. Eine alte Kirchenrechnung vermerkt eine Ausgabe von «10 Batzen für ein Glogenseil» vor der Zeit unserer beiden Zeitzeugen aus den Jahren 1610/11.

Erhalten sind zwei ältere Glocken aus dem frühen 17. Jahrhundert. Die grössere dieser beiden Glocken musste 1966 wegen eines Sprungs ersetzt werden und steht seither auf dem Kirchenvorplatz, links neben dem Turm.

Sie trägt am Hals zwischen Zierschnüren über Rankenornamenten die folgende Umschrift: «DO DIESE BEDGLOGEN WAREND GMACHT HIERHAR * HERR DANIEL LERBER LANTVOGT ZU LANTZBURG WAR * JUNCKER ADELBARG VON MULENEN ZU GAUWENSTEIN ZWINGHERR * UND HER BRANDOLF ACHUMULER VORSTEHENDER». Beidseitig finden sich die Familienwappen der von Mülinen mit Namensumschrift. Das Giesseremblem lautet auf «H. S.» Darunter ist die Umschrift «... RICH ... DASELBST UNDERVOGT * UND RUDOLF FRY KILCHMEIER». 

Die grössere der beiden Glocke von 1611, die 1966 wegen eines Sprungs ersetzt werden musste

Die kleinere Glocke verrichtet heute noch als zweitkleinste Glocke im jetzigen Geläut ihren Dienst. Die Umschrift am Rand lautet: «DURCH DAS FUR BIN ICH GEFLOSEN HANS JACOB UND ULRICH STALDER HAT MICH GOSEN. ANO DOMINI 1611.» Ihr Durchmesser beträgt 99 cm.

Bis 1966 wurden die Glocken noch von Hand geläutet. Die ausgeschliffenen Seildurchlässe in der Decke über dem Eingang durch den Turm zeugen von dieser jahrhundertelangen Tätigkeit.

Am 21. August 1966 wurde das Geläut um drei neue Glocken erweitert. Die Glocken werden von Hand und zu Fuss auf Brückenwagen von der Giesserei Rüetschi in Aarau nach Auenstein gezogen und von den Schulkindern in den Turm gehievt.

21. August 1966: Festlich geschmückter Wagen unterwegs zur Kirche mit den neuen Glocken

Die Kosten für die grosse Glocke wurde durch eine Spende der Einwohner- und Ortsbürgergemeinde ermöglicht.

Die vier Glocken sind auf die Töne f' – a' – c" – d" gestimmt.

Glocke 1 in f' : «O LAND, LAND, LAND, HÖRE DES HERRN WORTE» (Jer. 22,29)

Glocke 2 in a': «ICH BIN DER WEG, DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN» (Joh. 14,6)

Glocke 3 in c'': «Durch das Fur bin ich geflosen Hans Jakob und Ulrich Stalder hat mich gosen Ano Domni 1611.»

Glocke 4 in d'': «DER HERR IST MEIN HIRTE, MIR WIRD NICHTS MANGELN» (Psalm 23,1)




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