Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Blick auf die fast komplett verglaste Seitenfassade mit Eingang und das gestaffelte Satteldach

Das Äussere

Der Kirchenbau erhebt sich in lauschiger Lage unmittelbar neben dem Friedhof am Rand eines Waldes, der die Anlage von der nahen Kiesgrube und der unweit vorbeirauschenden Autobahn abschirmt. Die bescheidenen Dimensionen der Kirche und die generelle Sparsamkeit werden durch eine raffinierte, gestenreiche Architektur eindrucksvoll kompensiert. Nur ein schulterhohes Sockelgeschoss wurde in Massivbau (weiss gestrichener Sichtbeton) erstellt, darüber setzt ein mächtiges, mit Eternitschindeln eingedecktes Satteldach an, das zur Hauptsache die Umrisse des Kirchengebäudes bestimmt und durch einige Spezialitäten auffällt: Zunächst ist der hintere Teil über dem Chor leicht erhöht und im Querschnitt überhaupt vergrössert, so dass eine Lichtfuge offen bleibt, die natürliches Licht in den Chorbereich eindringen lässt. Der First beider Dachkomponenten steigt zur Eingangsseite hin schräg an und ragt, gleichsam in jeder Hinsicht ‹zugespitzt›, weit über die Bauflucht der Eingangsseite hinaus, so dass sich das Giebeldreieck über dem Eingang zeichenhaft und schützend ausweitet.



Der Eingangsbereich

Die Fassade selber, die sich zu einem mit Kopfsteinpflaster belegten Vorplatz öffnet, besticht durch ihre grossflächige, fast komplette Verglasung, die von zarten Holzrippen und einem Gesims umfasst wird. Der erhöhte Chor – im Kanton Aargau beispielsweise von der Stadtkirche Zofingen bekannt – und die in Glas aufgelöste Fassade sind wichtige Themen des gotischen Kirchenbaus, der immer wieder Inbegriff ‹sakraler› Themen war und trotz der stringenten Moderne prinzipiell auch hier nachwirkt.

An der Rückseite beim Chor sind unauffällige Nebenräume für eine Küche sowie Toiletten eingerichtet, unter dem Chor befindet sich ein Geräteschuppen.



Die drei übereinanderhängenden und offen hängenden Glocken im spitzwinkligen Kirchturm

Der links der Kirche stehende Glockenturm übernimmt die gestalterischen Prinzipien der Kirche. Auch seine Gestaltung beschränkt sich auf ein Minimum, das mit Holzbau zu erzielen ist und macht die A-förmige Struktur eines überaus steilen Satteldachs zum Ausgangspunkt. Die drei Glocken hängen offen übereinander, so dass sie in der Schwungrichtung betrachtet werden können. Banalität wird auch hier geschickt umgangen, indem analog zur Kirche die Frontseiten durch Kupferblechabdeckungen gefasst sind, die in geradezu expressiven, scharfkantigen Spitzen ausklingen.


Der kupferne Turmhahm auf dem Dachfirst

Auf der Mitte des Firstes wird die Eleganz durch eine Firststange mit kupfernem Turmhahn gekrönt.








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