Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Buchs
Blick in den Chor dem markanten Wandteppich

Das Innere

Die Asymmetrie, die bei der zur Seite hin versetzten Eingangstüre beginnt, setzt sich im Innern der Kirche fort, was aber auf den ersten Blick nicht leicht zu erkennen ist. Die östliche Ecke des Chors ist leicht abgeschrägt. Die Westwand des 23,5 m langen und 12 m breiten Kirchenschiffs wird durch vier schmale Buntglasfenster gegliedert, während die Ostwand bis auf die Glasmalerei von Felix Hoffmann im Chor geschlossen ist. Der Abendmahlstisch befindet sich in der Mitte des leicht erhöhten Chorraums. Rechts davon erhebt sich die hölzerne Kanzel, der Taufstein links steht hingegen unten im Kirchenschiff. Der Taufstein wurde vom Wettinger Bildhauer Eduard Spörri (1901—1995) geschaffen und zeigt die Symbole der vier Evangelisten (Adler, Mensch, Stier, Löwe).

Von guter Handwerkstradition zeugen sowohl die massive Holzbalkendecke als auch der rotbraune Plattenboden im Schiff und die Natursteine im Chor. Die Liebe zum Detail zeigt sich auch in der Wahl der Lampen. Die Wand- und Hängelampen sowie der Leuchter über dem Abendmahlstisch stammen aus der Bauzeit (von der Firma Baumann Koelliker, Zürich). Das Ensemble ist als Ganzes erhalten und daher aus denkmalpflegerischer Sicht wertvoll. Derzeit macht sich die Kirchgemeinde Gedanken darüber, wie die Beleuchtung in der Kirche verbessert werden kann, ohne dass das ursprüngliche Leuchtsystem zerstört wird.

Der Wandteppich von Elsi Giauque stammt aus dem Jahre 1951 und misst 400 x 250 cm.  Der Entwurf stammt von Ernst Keller (1891—1968). Keller war an der Kunstgewerbeschule ein Kollege von Elsi Giauque. In ihrem Atelier in Ligerz über dem Bielersee wurden zwischen 1951 und 1969 nach Ernst Kellers Entwürfen fünf sakrale Textilarbeiten ausgeführt, eine davon war der Wandteppich für die Kirche Buchs. Ausgeführt wurde er von Elsi Giauques langjähriger Mitarbeiterin Käthi Wenger.

Der Wandteppich besteht aus Stickerei mit Gold- und Silberfaden auf weissem Leinen. Er zeigt senkrecht das Schriftbild: «EINER IST EUER MEISTER CHRISTUS IHR ABER SEID BRÜDER» und wird im unteren Teil mit den Zeichen Alpha und Omega und dem Christusmonogramm abgeschlossen.

Blick auf die Empore, die Orgel und die Fensterrose

Die Orgel auf der Empore über dem Eingang stammt von der Firma Metzler, Dietikon, und wurde im Mai 1952 eingeweiht. Später kam die kleine Pfeifenorgel im Chor dazu.

Der Unterrichtstrakt besitzt eine hölzerne Tonnendecke, die ursprünglichen Holzfenster wurden ersetzt. Im Durchgang zwischen Glockenturm und Anbau ist im Innern ein durchgehender Spalt in der Wand zu sehen: So sollen die Schwingungen der Glocken aufgefangen werden.

Die Kirche bietet Platz für knapp 400 Personen (Normalbestuhlung). Die Bänke können verschoben werden; dadurch ist der Kirchenraum flexibel nutzbar.




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