Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Die Glocken der Kirche Gränichen

Die Glocken im Turm

Glocke 1 (grosse Glocke, ca. 2000 kg))
Ton cis', 1943 Rüetschi AG

Glocke 2
Ton e', 1733 gegossen von Jakob Wassmer, Aarau.
Inschriften am Hals: «Von anderen drei mahl schon durchs Feur ich geflossen – Eh Jakob Wasmer mich zu araw hat gegossen.» – «Anno 1733 iunkher samuel tscharner, obrist, derzeit regierender landvogt uf Lentzburg, iunkher iakob, iohan friederich und rudolff grafisedten, der zit herren zu liebeg. herr zacharias guntisperger, pfarrherr.» – «herr samuel weibel, graffschaft undervogt, herr caspar zehnder, der zit untervogt, herr martin tresch.»
Am Rand: «ich ruff zu grenchen zusamen die gemein. komt her, hört gottes wort, ihr völker gross und klein. O got behut dis dorff und wehrtes vatterland für krieg und thure zeit, für hagel, pest und brandt.»
Verzierungen: Oben Kranz aus Flammen und Blättern, darunter delphinartige Köpfe. Unter der Inschrift Blätterkranz. Über der unteren Inschrift Ringkette und Hasenjagd, am Rand Ringe und Kranz wie oben. Am Mantel Salbeiblätter.
Durchmesser 116 cm.

Glocke 3
Ton fis', 1943 Rüetschi AG

Glocke 4
Ton gis', 1772 gegossen von Friedrich Jakob Bär, Aarau
Inschrift am Hals: «friederich jakob bär zu Araw hat mich gossen anno 1772»
Inschrift am Mantel: «ich ruffe zu der kirch vom feld und arbeit ab, in feuers noth zu hülff, dem lebenden zum grab, wer’s höret, merke auf, was ihm mein schall bedeute, und bleibe nicht, wie ich, ein blosses klanggeleute» – «diese glocke ist aus einer freiwilligen anlage der vorgesetzten und hausvätteren zu gränichen gegossen worden. anno 1772.»
Verzierungen: Blätter- und Beerenkränze, Ringe und Wülste.
Durchmesser 103 cm.

Glocke 5
Ton a', 1639 gegossen vermutlich von Jean Girard aus La Motte (Lothringen)
Diese Glocke wurde aus dem spätgotischen Vorgängerbau übernommen und ins Geläut integriert.
Umschrift «min thon, min klang, min hele stimm rufft dir zur spys – – – der selen dyn. id. huldricus moserus minister. 1639»
Verzierungen: Rankengewinde mit Putten und Greifen.

(Derselbe Kranz findet sich auf den zwei grösseren von Jean Girard 1635 gegossenen Glocken in der Stadtkirche Lenzburg.)

Glocke 6
Ton cis'', 1943 Rüetschi AG

Glocke im Dachreiter
Diese Glocke, eine Feuerglocke, gegossen von 1648 Jost Rüttimann, Luzern, wurde aus dem spätgotischen Vorgängerbau übernommen.
Umschrift: «ZU GOTTES ER BIN ICH GEFLOSSEN JOST RUTIMAN ZU LUZERN HAT MICH GEGOSSEN 1648.»
Darunter Rankenfries mit Halbpferdchen und Vasen.
Durchmesser 75 cm.

Die drei 1943 erworbenen Glocken von Rüetschi AG hatten 1939 die Landesausstellung in Zürich eingeläutet.

Das Geläut wurde 2009 umfassend renoviert.




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