Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Blick auf die Kirche Koblenz mit Dachreiter und dem Gemeindesaal

Die Kirche Koblenz

Die reformierte Kirche Koblenz befindet auf einer ebenen Fläche an der Bahnhofstrasse zwischen dem Koblenzer Bahnhof und dem Dorfkern. Sie liegt in der Nähe des Rheinufers schräg gegenüber dem Grenzübergang nach Deutschland und ist von Gewerbebetrieben umgeben. Mit der zu ihr gehörigen Parkanlage wirkt sie wie ein Ruhepol mitten im geschäftigen Treiben unserer Zeit.

Sie wurde von Anfang an als multifunktionelles Gebäude geplant. Das ganze Gemeindeleben sollte in ihr Platz finden: Gottesdienste, Konfirmandenunterricht wie auch die Sonntagsschule. Deshalb weist sie neben den klassischen Kirchenräumen wie Chor, Kirchenschiff und Sakristei auch einen Gemeindesaal, ein Foyer auf.

Die Kirche liegt in einem traditionell katholischen Gebiet. Erst mit dem Zuzug von protestantischen Bahn- und Zollbeamten ab dem späteren 19. Jahrhundert kam das Bedürfnis nach reformierten Gottesdiensten auf. Im Jahr 1926 gründeten 37 Reformierte eine Kirchgenossenschaft, die vorerst im Schulhaus ihre Gottesdienste feierte. Ab dem Jahr 1931 wurde der Wunsch nach einer eigenen Kirche geäussert und man begann die finanziellen Mittel und ein geeignetes Grundstück aufzutreiben. Am 18. April 1939 konnte mit dem Bau begonnen werden. In diesem Jahr lieh die Kirchgemeinde Schlieren den Koblenzern ihre alte «Kinderglocke» aus, die noch heute im Dachreiter hängt. Die Bauzeit wurde von den weltpolitischen Ereignissen überschattet. Der Zweite Weltkrieg brach aus. Arbeiter und Mittel wurden knapp, sodass sich der Bau bis ins Jahr 1940 hinzog. Am 21. April 1940 fand schliesslich die Einweihungsfeier statt. Auch hier war der Krieg präsent, denn musikalisch umrahmt wurde die Feier von einem Bataillonsspiel. Nach dem Krieg konsolidierte sich die reformierte Gemeinde und die Kirche wurde Schritt für Schritt erweitert. Im Jahr 1960 wurde die heutige Orgel eingebaut. Die Kirchgenossenschaft Koblenz stieg 1970 zur eigenständigen Kirchgemeinde auf und konnte nun eine eigene Pfarrstelle besetzen. Im Anschluss daran fand 1974 eine Renovation und Umgestaltung des Kirchenschiffs statt. Ein weiteres grosses Bauvorhaben wurde am Ende des 20. Jahrhunderts in Angriff genommen. Im Jahr 1995 wurde die Kirche um einen südlichen Anbau mit Foyer erweitert. Seither hat sie einen symmetrischen Grundriss.

Die letzte grosse Erweiterung des Kirchenareals war 2014 der Bau des neuen Kirchgemeindesaals «RefTreffPunkt», der auf die gestiegenen Bedürfnisse nach Raum und Zeit für ein aktives Gemeindeleben reagiert.

Verfasst von Raffael Sommerhalder
Fotos von Markus Hässig

Ein besonderer Dank geht an Pfarrerin Jutta Schenk, Koblenz, Kirchgemeindesekretär Werner Zumsteg, Koblenz, und die Kirchgemeindepräsidentin, Ilona Kühner.




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