Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
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Die Kirchen- und Baugeschichte

Jahrhundertelang gehörten die Buchser und Rohrer zur Grossgemeinde Suhr-Buchs-Rohr. 1810 wurden Buchs und Rohr eigenständige politische Gemeinden, zur Kirche ging die reformierte Dorfbevölkerung aber weiterhin in Suhr. Pfarrer Walter Wolfer schrieb am 1. September 1950, zur Einweihung der Reformierten Kirche Buchs, im «Aargauer Tagblatt»: «Die älteren Semester erzählen heute noch gerne und zum Staunen der Jungen, wie sie bei Nacht und Grauen den Weg unter die Füsse nehmen mussten, um rechtzeitig auf 6 Uhr zur Unterweisung in Suhr zu sein. (...) Für die eingesessenen Buchser und Rohrer blieb die Kirche in Suhr ihr angestammtes Gotteshaus. Mit dem Zuzug neuer Bevölkerungskreise aber musste zwangsläufig diese Tradition blasser werden; aus den ländlichen Dörfern wurden stattliche Vorstadtgemeinden.»

Ein erster Schritt hin zur Selbständigkeit bildeten 1926 die Teilung der grossen Kirchgemeinde in zwei Seelsorgekreise und die Einrichtung einer zweiten Pfarrstelle in Buchs. Von da an wurden in Buchs regelmässige Gottesdienste und kirchlicher Unterricht abgehalten. 1946, genau 20 Jahre nach der Schaffung des zweiten Seelsorgekreises, trennten sich Buchs und Rohr von der Kirchgemeinde Suhr ab und bilden seither eine eigene Kirchgemeinde. Politisch hingegen gehört Rohr seit der Gemeindefusionierung 2010 zu Aarau und heisst seither Aarau Rohr.

Auch wenn die Reformierten von Buchs und Rohr nun eine eigene Kirchgemeinde waren, besassen sie noch immer keine eigenen kirchlichen Räume. Bereits 1924 war der Kirchenbaufond Buchs-Rohr gegründet worden. Über die Lage des Friedhofs blieben sich die beiden Gemeinden aber uneins, und so weihten die Rohrer 1926, die Buchser nur wenige Monate später ihren eigenen Friedhof ein. Während die Buchser bereits einige Jahre zuvor ein Grundstück für den Bau einer Kirche im Dorf gesichert hatten, forderten die Rohrer zunächst eine Kirche, die zwischen den beiden Gemeinden errichtet werden sollte. Doch heute verfügt die Kirchgemeinde mit 3300 Mitgliedern über zwei Gotteshäuser: Die reformierte Kirche Buchs wurde 1950 errichtet. Die reformierte Kirche Buchs wurde 1950 errichtet. 1959–60 wurde die Kirche Rohr nach Plänen der Badener Architekten Loepfe, Hänni & Haenggli erbaut.

Derzeit bestehen Pläne zur Sanierung und Optimierung der Kirche. Finanziert werden soll dies mit dem Verkauf des Pfarrhauses. Stattdessen soll der Pfarrer ein Büro im Erdgeschoss des Kirchengebäudes erhalten. Dadurch soll die Kirche noch mehr zu einem zentralen Treffpunkt für die Mitglieder der Kirchgemeinde werden. Im Rahmen der Kirchensanierung wird folgende Idee geprüft: Die langen und schweren Kirchenbänke möchte man behalten, sie sollen aber in drei Teile geteilt werden,




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