Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Rupperswil
Blick vom Schiff in den auf Kanzel und in den Chor mit den Fenstern von Felix Hoffmann

Das Innere

Der Innenraum wirkt durch seine – ganz dem barocken Raumempfinden angenäherte – grosszügige Helle und Breite. Der halbrunde Chor mit seinen Hoffmann-Fenstern und die nach traditionellen Vorbildern geschaffene Kanzel bilden im schlichten Raum heute den wichtigsten Blickfang. Insgesamt ist dieselbe architektonische Haltung zu spüren wie am Aussenbau: Es handelt sich um eine Landkirche im gewohnten Sinne, ohne auffällige architektonische Spezifika, aber zweckmässig und mit angenehmem Raumklima.

Blick von der Empore auf den Chor, auf Kanzel, Taufstein und Abendmahlstisch


Die ursprüngliche hölzerne Tonnendecke, welche dem Raum eine heimelige und zugleich sakrale Ausstrahlung verliehen hatte, wurdewährend der Innen­renovation 1977 unter einer neuen, herabgehängten Flachdecke ver­borgen. Weit in den Raum hinein ragt seither auch die neue Orgelempore mit ihrer massiven Holzbrüstung.

Taufstein

Der aus weissem, grau geädertem Marmor ge­fertigte Taufstein von 1684 mit seinem achteckigen Kelch wurde von der Vorgängerkirche übernommen. Das Becken trägt die Namen des Stifters Samuel Imhof, Landvogt zu Lenzburg, und seiner Frau Margaretha von Hallwil und ihre beiden Wappen. Der geschwungene Fuss des Taufsteins wurde 1922 in angepasster Stilmanier im selben Material erneuert und hält sich – wie auch die Kanzel samt ihrem Schalldeckel – an traditionelle barocke Vorbilder.

Der Taufstein aus Marmor von 1684

Fenster

Die beiden vom Vorgängerbau übernommenen Glasmalereien stammen aus dem 17. Jahrhundert. Es handelt sich um reich dekorierte Wappenscheiben des Hans Rudolf von Hallwil (1643) und des Lenzburger Landvogtes Samuel Imhof (1684), der im selben Jahr auch den Taufstein gestiftet hatte.

Die Chorfenster schmücken Glasmalereien nach Entwürfen von Felix Hoffmann, ausgeführt vom Atelier E. Boss, Bern, 1937/39. Es handelt sich dabei um die erste Arbeit des Aarauer Künstlers für ein Gotteshaus. Zwei weitere Glasmalereien von Felix Hoffmann aus den 1970er Jahren sind in den in den Fenstern der Nordfassade zu finden.

Grabplatten

Die beiden Grabplatten aus Mägenwiler Muschelkalk datieren von 1702, sind gut 150 cm hoch und heute in die südliche Vorhallenwand eingelassen. Ursprünglich prangten die beiden vom selben Meister geschaffenen Werke gut sichtbar an der südlichen Seitenwand der alten Kirche. Dank persönlichem Einsatz von Pfarrer Vischer 1922 blieben die Grabplatten beim Abbruch erhalten.

Blick auf die Empore und die Orgel

Orgel
Die alte Kirche besass lediglich ein Harmonium. Der Neubau von 1922 erhielt eine pneumatische Orgel, die im Zuge der Kirchenrenovation nach gut 50 Jahren Dienst ersetzt wurde. Die heutige Orgel wurde auf einer eigens neu erstellten Empore errichtet, stammt von der Firma Th. Kuhn (Männedorf) aus dem Jahr 1973 und wurde 1998 revidiert. Die Angaben zur Orgeldisposition sind auf der Homepage der Kirchgemeinde zu finden.




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