Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Ansicht der Kirche von Thalheim (1) aus erhöhter Lage von Süden her gesehen. Im Hintergrund ist deutlich die Ruine Schenkenberg (2) zu sehen. Das Pfarrhaus von 1731 (3) liegt westlich des Dorfplatzes.

Das Äussere

Das schlichte, nur mit einem Dachreiter versehene Gotteshaus von Thalheim liegt leicht erhöht über dem Dorf und bildet zusammen mit dem Friedhof den Kirchhof. Das nordseitig an den Kirchhof anschliessende Gebäude wird als umgenutztes Beinhaus der vorreformatorischen Zeit gesehen. An seiner Südwand sind Inschriftentafeln der beiden Schwestern Ursula und Maria Magdalena von Sprecher-Bernegg (letztere war die Ehefrau des Pfarrers Jakob Immanuel Hunziker, der 1839–1874 Seelsorger in Thalheim war) sowie des eben erwähnten Pfarrers Jakob Hunziker (†1874). Das Pfarrhaus von 1731 stösst knapp 200 Meter unterhalb der Kirche beim achteckigen Dorfbrunnen an den Dorfplatz.

An das längsrechteckige Schiff ist ostseitig ein ebenfalls rechteckiger, eingezogener Langchor angegliedert. Seine Achse weicht nach Süden ab. Von aussen sind die beiden Gebäudeteile als ähnliche, hintereinander gestaffelt Giebelbauten mit Satteldächern zu erkennen. Die auf jeder Längsseite vorhandenen Fenster mit korbbogigen Steinrahmen in verputzten Segmentbogenleibungen ersetzten im 19. Jahrhundert ältere Lichter. Der westseitige Eingang ist als Rundbogen, der nordseitige als Rechtecköffnung ausgebildet. Der alte Dachreiter mit seiner spätklassizistischen Gestalt aus der Zeit um 1840/1850 und 1895 erhielt 1959 seine heutige Gestalt.


Der alte Dachreiter der Kirche Thalheim auf einer historischen Foto um das Jahr 1900. Im Zifferblatt der Uhr ist die Jahreszahl 1895 zu sehen.




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