Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Die kleine und zugleich älteste Glocke aus dem 14. Jahrhundert, eingehängt im alten, hölzernen Glockenstuhl

Die Glocken

Im Dachreiter der Kirche Thalheim hängt ein Geläut mit drei Glocken. Sie sind auf die Töne h – cis – dis gestimmt und stammen gesamthaft aus vorreformatorischer Zeit. Die älteste und zugleich kleinste Glocke des Dreigespanns geht sogar ins 14. Jahrhundert zurück.

1. Die grosse Glocke trägt eine Inschrift in gotischen Minuskeln (Kleinbuchstaben): «O rex glorie christe veni nobis cum pace – fusa in honore sancti petri anno domini m vc xix», zu deutsch: «Oh König der Herrlichkeit Christus komme zu uns mit Frieden – gegossen zu Ehren des Heiligen Petrus im Jahre des Herrn 1519». Als Reliefs finden sich auf der Glocke die Figuren der Maria mit dem Kinde und des Petrus mit Schlüssel. Die Petrusfigur entspricht derjenigen auf einer Glocke in der Kirche Bözberg (gegossen 1517). Gegossen wurde die Glocke von Hans I. Füssli (1477–1538) in Zürich. Der Durchmesser beträgt 84 cm.

2. Die mittlere Glocke stammt ebenfalls aus dem Jahr 1519 sowie der Glockengiesserei von Hans Füssli. Auch findet sich eine gleichlautende Inschrift wie bei Nr. 1, nämlich: «O rex rex glorie christe veni nobis cum pace». Der Durchmesser beträgt 71 cm.

Die mittlere Glocke von 1519 mit deutlichen Witterungsspuren

3. Die kleine Glocke muss bereits im 14. Jahrhundert gegossen worden sein. Ihre Inschrift in gotischen Majuskeln (Grossbuchstaben) lautet: «JESUS NAZARENUS REX JUDEORUM», zu deutsch: «Jesus, der Nazaräer, König der Juden». Der Durchmesser beträgt 62 cm.





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