Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Die Glocken

Nur selten ist beim Entwurf von Glockentürmen eine derart bewusste Berücksichtigung der Glockenstubenakustik belegt wie in Untersiggenthal. Nach mehreren ärgerlichen Erfahrungen bei neuen Türmen, wo – wie in der Nähe etwa in Turgi oder in Hunzenschwil – die Glocken völlig offen und sichtbar in ihre Betontürme gehängt wurden und einen geradezu ohrenbetäubenden Schallpegel erreichten, wurde die Glockenstube unter Beizug von Fachleuten so konzipiert, dass nur etwa 10–20% der Raumflächen geöffnet sind. Dadurch wird die Lautstärke bereits etwas gedämpft, ausserdem mischen sich die Töne besser und das Geläut wirkt klangvoller und flüssiger.

Das Geläut selbst wurde 1963 unter Berücksichtigung der Glockentöne der katholischen Kirche Untersiggenthal und beider Kirchen in Turgi konzipiert. Auf Wunsch der Giesserei H. Rüetschi AG in Aarau wurden die fünf 1964 gegossenen Glocken zunächst für das Glockenspiel und das schwingende Gottesdienstgeläut der Landesausstellung «Expo» in Lausanne verwendet. Erst am 1. Juli 1965 wurden die Glocken, deren kleinste vom mehrheitlich katholischen Landfrauenverein Siggenthal gestiftet wurde, in den Turm gezogen:

1. Glocke:
Ton cʼ (2108 kg), Inschrift: «DER HERR IST GÜTIG, EWIGT WÄHRT SEINE GNADE».

2. Glocke:
Ton esʼ (1218 kg), Inschrift: «DANKET DEM HERRN, PREISET SEINEN NAMEN».

3. Glocke:
Ton fʼ (886 kg), Inschrift: «ERKENNT, DASS DER HERR ALLEIN GOTT IST».

4. Glocke:
Ton gʼ (635 kg), Inschrift: «DIENET DEM HERRN MIT FREUDEN».

5. Glocke:
Ton bʼ (383 kg), Inschrift: «JAUCHZET DEM HERRN, ALLE LANDE».




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