Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Äusseres

Die reformierte Kirche Wettingen, zwischen Lägern- und Etzelstrasse gelegen, ist klar in drei Teile gegliedert: Turm, Kirchenschiff und Unterrichtsflügel. Alle Bauteile sind von flachen Satteldächern bedeckt. Insgesamt macht der Bau einen schlichten Eindruck, was einerseits mit der Ressourcenknappheit der Zwischenkriegsjahre zusammenhängt, andererseits aber auch Ausdruck des damaligen Architekturverständnis war: An die Stelle der früheren Monumentalbauten seien einfache, gediegene Stätten religiöser Erbauung getreten, wie es Architekt Walter Henauer an der Einweihung am 22. Oktober 1939 beschrieb.

Grundsteinlegung 1938
  Ursprüngliche Ansicht der Kirche Wettingen

Architekt
Walter Henauer (1880–1975) erwarb sein Architekturdiplom am Technikum in Winterthur. Nach weiterem Studium als Fachhörer an der TH München arbeitete er 1903-10 in Dresden, Leipzig und Berlin. 1908/09 absolvierte er einen Studienaufenthalt in Florenz und Rom. Ein eigenes Büro gründete er 1911 in Zürich, das er von 1913 bis 1936 mit Ernst Witschi gemeinsam betrieb.
1933 gründete Henauer die Schweizer Baumusterzentrale, 30 Jahre lang war er deren Präsident. Bauten: u.a. 1929–30 Zürcher Börse, Geschäftshäuser (z.B. 1926–27 Schanzenhof an der Zürcher Talstrasse), Kirchen (z.B. 1935–37 Kirche und Pfarrhaus Auf der Egg in Zürich-Wollishofen, 1938–39 Ref. Kirche Wettingen) und Schulen (z.B. Schulhaus Friesenberg in Zürich). 1939 Mitwirkung an der Zürcher Landesausstellung. In den 1940er-Jahren folgten grosse Bauaufträge wie Einfamilienhaussiedlungen in Zürich-Witikon oder die Meteorologische Zentralanstalt Zürich.

Die Glocken
Alle fünf Glocken wurden 1939 von der Giesserei Rüetschi AG, Aarau gegossen.
Die grösste Glocke wiegt 2835 kg. Die Tonfolge: h° d' e' fis' a'.

Weitere Gebäude
Das alte Unterrichtsgebäude, das sich auf der Südseite im rechten Winkel an den Chor anschliesst, wird heute als Kurs- und Gesprächsraum sowie als Warteraum z. B. für Tauffamilien genutzt. Das grosse Kirchgemeindehaus, das sich direkt neben der Kirche an der Etzelstrasse befindet, wurde 1969 errichtet. Es verfügt über zwei Säle samt Bühne, Küche, Büros, Archiv sowie mehrere kleinere Versammlungs- und Unterrichtsräume.


In Neuenhof besitzt die Kirchgemeinde seit 1956 ein eigenes Pfarrhaus sowie ein Kirchgemeindehaus an der Lindenstrasse 11. Der Saal wird sowohl für kirchliche Handlungen als auch für Veranstaltungen genutzt.




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