Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Flugbild der Stadtkirche Zofingen und Altstadtumgebung
Foto © Ruedi Hunziker, Kölliken

Das Äussere

Die Stadtkirche Zofingen befindet sich ziemlich genau in der Mitte des Städtchens und ist nordöstlich ausgerichtet. Der markante barocke Kirchturm befindet sich an der Westseite.


Plan von Zofingen. Die Stadtkirche (1) befindet sich ziemlich in der Mitte des Städtchens; die ehemalige Lateinschule (2) , die ehemalige Stiftsschaffnerei, heute das Kirchgemeindehaus (3) , die ehemalige Helferei (5) , das Rathaus (7) und  die Markthalle (12)


Die Vielfalt der Baukörper der Stadtkirche Zofingen weist auf ihre Entstehung in mehreren Bauetappen hin. Die Südseite zeigt noch eine romanische Gliederung, an der Nordseite sind alle Bauteile unter einem Schleppdach zusammengeführt. Die gotischen Spitzbogenfenster aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die nur im Obergaden des Schiffs kein Masswerk aufweisen,  verleihen dem Äusseren ein relativ einheitliches Erscheinungsbild.


Die Stadtkirche Zofingen von Süden her gesehen

Der 1513-17 neuerbaute Chor ist gegenüber dem Schiff deutlich erhöht. Seine Vertikalgliederung wird durch stark vorspringende Strebepfeiler betont.



Auf dieser Seitenansicht (Südseite) sind die einzelnen Baukörper, Kirchturm, Schiff und der deutlich erhöhte gotische Chor sehr gut zu erkennen


Die Dachform des Schleppdachs über der nördlichen Schiffseite führt die Dachseite erkennbar über das Haupt- und das nördliche Seitenschiff und erscheint sehr tiefgezogen.



Kirchturm, Westeingang und Nordseite: Das Schiff ist unter einem Schleppdach zusammengefasst, das sich einstöckig präsentiert



Blick auf das Seitenschiff und den Kirchturm

Der markant, leicht gedrungen wirkende  Kirchturm von 1646-49 im Westen ist ein barocker Quaderbau mit Masswerkfenstern, volutengesäumten Uhrgiebeln, gestelzter Haube und spitzer Laterne. Er ist fünfgeschossig und rund 60 Meter hoch. Auffällig sind auch die vier prachtvollen Wasserspeier an allen vier Ecken.



Die Turmspitze mit Schalllöchern, Zifferblatt, Dach und vergoldeter Turmbekrönung



  Eines der vier Zifferblätter



Einer der vier kunstvoll verzierten Wasserspeier an den Dachecken


Über dem Westeingang befindet sich ein grosses Sandsteinrelief, das an den Turmbau von 1649 erinnern soll. Es handelt sich um eine Wappengruppe mit dem Adlerwappen der Herren von Frohburg, die im 11. Jahrhundert das Chorherrenstift von Zofingen gegründet hatten. Es wird gehalten von zwei Löwen mit goldenen Schwertern, darüber eine ebenfalls goldene Krone unter einem Engeltorso mit Flügeln. Die Bären und auch die Tafel mit der Inschrift verweist auf die Herren von Bern, «S.P.Q.B.» – «senatus populusque Bernensis»: «Senat und Volk von Bern».

D.O.M.
PATRI CREATORI
FILIO REDEMTORI
SPRITUI  S. SANCTIFICATORI
TEMPLUM HOC SACRUM ESSE IUBET
S.P.Q.B.

Bei diesem Relief handelt es sich um eine Kopie aus dem Jahre 1929.



die prachtvolle Wappentafel über der westlichen Portalseite






Reformierte Kirchen im Aargau

Startseite | Suchen | Übersicht Kirchen