Reformierte Kirchen im Aargau

Ein Projekt der Refomierten Landeskirche Aargau
Stritengässli 10, 5001 Aarau, ag@ref.ch

 

Der Grundriss der Stadtkirche Zofingen

Die Kirchen- und Baugeschichte

Die Stadtkirche Zofingen hat eine lange, vielfältige und vielschichtige, fast tausendjährige Baugeschichte hinter sich. Dazu gehören Vorgängerbauten, Um-, An- und Erweiterungsbauten – und im 20. Jahrhundert eine höchst aufwendige Gesamtrenovierung, die über zehn Jahre dauerte und auch finanziell sehr aufwendig war.

Grabfunde, die anlässlich von archäologischen Grabungen 1979/80 gemacht wurden, lassen vermuten, dass bereits um 600 an der Stelle der heutigen Stadtkirche ein christliches Gotteshaus stand.

Im 11. Jahrhundert gründete das Geschlecht der Frohburger den Chorherrenstift St. Mauritius und liess eine dreischiffige romanische Basilika erbauen. Diese fiel Ende des 14. Jahrhunderts einem Grossbrand zum Opfer.  Aus der Zeit des Wiederaufbaus stammt die sogenannte «Mauritiusglocke» (1403), die heute noch als älteste und kleinste Glocke des Geläuts in Gebrauch ist.

1514-18, also in der Spätgotik, wurde der heute noch bestehende Chor mit dem Sterngewölbe errichtet. Aus dieser Zeit sind die Glasmalereien und das dreiteilige Chorgestühl erhalten. Kurze Zeit später, 1528, wurde Zofingen als unter bernischer Herrschaft stehend, reformiert. Die bestehende Kirche wurde in ein reformiertes Gotteshaus umgewandelt.

1630/31 erfolgten umfangreiche Renovationsarbeiten (von denen die hölzerne Stiftertafel im Chor zeugt), und die Kirche bekam eine neue Kanzel  und eine neue Bestuhlung. 1546-49 wurde der heutige Turm der Kirche erbaut, 1651 stifteten die Brüder Abraham und Daniel von Werdt den Taufstein, vermutlich zur Erinnerung an den Turmbau.

Eine amüsante Geschichte darüber, dass es anfangs des 18. Jahrhunderts immer wieder Streit um zu wenige Sitzplätze in der Stadtkirche Zofingen gab, ist in einer Legende der Kirche Vordemwald nachzulesen.

1845-46 wurde eine Orgel eingebaut, die 1979, anlässlich der grossen Innenrenovation wieder ausgebaut und 1883 durch eine neue Hauptorgel ersetzt wurde.

1928-29 wurde der Kirchturm umfassend renoviert; seither besteht das Geläut aus sechs Glocken, wovon fünf Glocken bei Rüetschi AG in Aarau neu gegossen wurden.

In den Siebzigerjahren wurde eine umfassende Gesamtrenovation der Stadtkirche Zofingen notwendig, die in folgenden Etappen vorgenommen wurde:

Innenrestaurierung 1. Etappe: 1976-79
Innenrestaurierung 2. Etappe: 1979-84
Aussenrestaurierung 1. Etappe: 1984
Aussenrestaurierung 2. Etappe: 1982-87

Die Kosten beliefen sich auf insgesamt 9,340 Millionen Franken.

Ein «Highligt» der Extraklasse war der Einsturz des Mittelschiff-Dachstockes der Kirche am 8. April 1981, das die bereits sehr hohen Kosten fpr die Gesamtrenovation nochmals beträchtlich erhöhte.





















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